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Die Vorbereitung der Faltenbehandlung

Bei der Injektionstherapie steht das Gespräch über die einzusetzende Behandlungsmethode an erster Stelle. Ansonsten bedarf es keiner besonderen Vorbereitung. Je nach Größe des geplanten Eingriffes können Sie gleich wieder Ihre üblichen Tätigkeiten ausüben. Bei sehr umfangreichen Behandlungen empfiehlt es sich, die beruflichen und privaten Aktivitäten auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Ideal ist es, wenn Sie sich unmittelbar vor der Behandlung und am Behandlungstag selbst nicht zu viel vornehmen. Ausgeruht haben Sie die besten Voraussetzungen für ein optimales Ergebnis.

 
 

Die Injektionstherapie

Die Injektionstherapie wird ambulant durchgeführt. Wenn sie zusammen mit einer Stirn- oder Gesichtsstraffung durchgeführt wird, kann auch ein stationärer Aufenthalt geplant werden.

  1. Resorbierbare (= nicht haltbare) Materialien
    Kollagen ist ein Eiweißstoff, der in verschiedenen Körpergeweben eine stützende Funktion übernimmt. Es wird in der Haut, den Gelenken, Knochen und Bändern gefunden. Das zur Unterspritzungsbehandlung verwendete injizierbare Kollagen wird aus gereinigtem Rinderkollagen gewonnen.
    Beim Reinigungsprozess entsteht ein dem menschlichen Gewebe sehr ähnliches Kollagen. Es wird in verschiedenen Konzentrationen angeboten, um den unterschiedlichen Anforderungen der Patienten zu genügen.
    Kollagen dient zum Ausgleich von feineren und tieferen Linien, Falten und Narben im Gesicht und am Hals. Nach wie vor ist es das meist angewandte Auffüllungsmaterial.

    Hyaluronsäure kommt als Bestandteil des menschlichen Bindegewebes unter anderem in der Haut vor. Echte Allergien sind im Gegenteil zu Kollagen nicht bekannt. Geeignet sind reine Hyaluronsäureprodukte u. a. besonders für die feineren Knitterfältchen im Gesicht, da es wie die weniger konzentrierten Kollagene oberflächlich in die Haut eingebracht werden kann.

    Fettgewebe zur Faltenunterspritzung wird in der Regel von Körperstellen des Patienten entnommen. Die Methode der Faltenunterspritzung ist in Fachkreisen unter der Bezeichnung „autologe Fetttransplantation“ bekannt. Fett dient vor allem zum Aufbau eingefallener Wangen, der Korrektur von Lachfalten im unteren Gesichtsbereich, zum Auffüllen von Hautvertiefungen, zur Reduktion der queren Stirnfalten und zum Aufbau der Lippen. Überall dort, wo eine größere Menge an Unterspritzungsmaterial erforderlich ist, kann Eigenfett sinnvoll verwendet werden.

    Botulinumtoxin (Botox®, Dysport®), ein Neurotoxin (das Gift des Clostridium Botulinum), führt zu einer Entspannung der mimischen Muskulatur. Das Medikament wirkt als sog. Verspannungsblocker und unterbindet das Zusammenziehen des Muskels für ca. drei bis fünf Monate. Diese Behandlung ist deshalb besonders geeignet für die sog. Zornes- und Sorgenfalten der Stirn sowie die sog. Krähenfüße am äußeren Augenwinkel. Das Medikament Botulinumtoxin (Botox®, Dysport®) wird in sehr verdünnter Dosierung in die zu behandelnde Region gespritzt. Bis auf wenige, sehr kleine Einstiche, die noch kurz zu sehen sind, hinterlässt die Behandlung keine Spuren.
    Die Wirkung tritt nicht sofort, sondern erst zwei bis drei Tage nach der Injektion ein und hält ca. sechs bis neun Monate an.

  2. Haltbare Materialien
    Goretex ist ein feinfädiges Material, welches zur Stützung der Unterhaut implantiert wird; bevorzugt wird es z. B. zur Auffüllung von Lippen eingesetzt.

    Artecoll® besteht aus natürlichem Kollagen und bis zu 25 % aus feinsten Kunststoffpartikelchen. Diese lösen in der etwas tieferen Hautschicht den Aufbau der Falte durch Eigengewebe aus – vergleichbar mit einer inneren Narbe. Zug um Zug wird das gleichzeitig eingespritzte Kollagen resorbiert. Die Falte ist im Endergebnis mit Eigengewebe aufgefüllt. Der größte Vorteil im Vergleich zu den herkömmlichen Materialien liegt darin, dass sich mit ihnen in der Regel dauerhafte Ergebnisse erzielen lassen.

Ihr behandelnder Ästhetisch - Plastischer Chirurg wird Ihnen die verschiedenen Materialien gerne noch genauer erläutern und mit Ihnen gemeinsam die geeignete Behandlungsmethode auswählen.

Die Dauer der Injektionstherapie ist von der Art und dem Umfang der geplanten Behandlung abhängig. Bei der Verwendung von körpereigenem Fettgewebe kommt die Zeit für die Entnahme des Gewebes hinzu. Vor der Kollageninjektion benötigen Sie einen unauffälligen Allergietest. Sobald die örtliche Betäubung wirkt, werden die Injektionen auf der desinfizierten Haut gesetzt – dies geschieht mit einer feinen Nadel an verschiedenen Punkten entlang der zu behandelnden Falten. Da das Wasser auf der Kollagenlösung in wenigen Tagen vom Körper absorbiert wird, wird Ihr Arzt eine leichte Überfüllung des Therapiebereichs anstreben.
Der Ablauf ist bei allen Behandlungen mit Fremdmaterialien (Hyaluronsäure, Artecoll®) ähnlich.

Die Fettinjektionstherapie beginnt nach der Desinfektion der Entnahme- und Empfangsstellen sowie nach einer örtlichen Betäubung mit der Absaugung des Fettgewebes. Dies erfolgt mittels einer Hohlnadel oder Kanüle unter Sog. Das Fettgewebe wird dann für die Injektion vorbereitet und mit einer feineren Nadel in die Empfangsstellen eingebracht. Wie bei der Kollageninjektion ist auch beim Fett eine leichte „Überfüllung“ notwendig, da ein Teil des injizierten Fettgewebes relativ bald absorbiert wird. Bei der Behandlung von eingefallenen Wangen z. B. kann durch eine leichte Überfüllung zunächst der Eindruck einer Schwellung entstehen, der aber in kurzer Zeit verschwindet.

 
 

Die Narkose bei Faltenbehandlungen

Bei manchen Injektionsstoffen, wie z. B. Kollagen, ist das örtliche Betäubungsmittel bereits beigemischt, sodass in der Regel keine zusätzliche Narkose erfolgt. Bei den meisten anderen Injektionsmitteln, wenn Sie besonders schmerzempfindlich sind oder wenn eine sehr umfangreiche Behandlung bevorsteht, werden zusätzlich Betäubungscremes empfohlen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, durch eine örtliche Betäubung oder eine leichte Sedierung eine zusätzliche Schmerzausschaltung zu erreichen. Bei der Sedierung werden Sie durch die Einnahme einer Tablette oder eine intravenöse Injektion in eine Art Dämmerschlaf versetzt.

Bei der Injektionstherapie mit Fett wird sowohl im Spender als auch im Empfängerbereich eine örtliche Betäubung angewandt. Es kann bei größeren Vorhaben sinnvoll sein, zusätzlich eine leichte Sedierung vorzunehmen.

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